
Wer Gold verkaufen möchte, will vorher wissen, ob ein Angebot fair ist. Die gute Nachricht: Den Materialwert können Sie selbst ziemlich genau überschlagen. Sie brauchen nur drei Angaben – das Gewicht, den Feingehalt und den aktuellen Goldkurs.
Die Formel
Gewicht in Gramm × Feingehalt × Feingoldpreis pro Gramm = Materialwert
Ein Beispiel: Eine Kette aus 585er Gold wiegt 12 Gramm. Der Feingehalt 585 bedeutet 58,5 Prozent reines Gold. Liegt der Feingoldpreis bei 115 Euro pro Gramm, ergibt das 12 × 0,585 × 115 = rund 807 Euro Materialwert.
Feingehalt richtig lesen
Die Punze verrät den Feingehalt. Häufige Werte sind 333 (8 Karat), 375 (9 Karat), 585 (14 Karat), 750 (18 Karat) und 999 (Feingold). Ältere Stücke tragen manchmal nur die Karatangabe, etwa 14K oder 18K. Ist keine Punze zu sehen, lässt sich der Feingehalt mit Prüfsäure oder einem Röntgenfluoreszenzgerät bestimmen.
Warum der Ankaufspreis unter dem Materialwert liegt
Ein Händler muss das Gold einschmelzen und scheiden lassen, Prüfgeräte, Personal und Versicherung bezahlen. Deshalb liegt der Ankaufspreis immer etwas unter dem reinen Materialwert. Seriöse Anbieter nennen den Abschlag offen und rechnen transparent vor. Unser Goldrechner zeigt Ihnen direkt den Ankaufspreis, nicht nur den theoretischen Wert.
Typische Fehler beim Selbstrechnen
- Steine, Perlen und Federn mitwiegen – sie zählen nicht zum Goldgewicht.
- Den Unzenpreis mit dem Grammpreis verwechseln: Eine Feinunze hat 31,1 Gramm.
- Dollar- und Europreis vermischen. Für Österreich zählt der Kurs in Euro.
- Vergoldeten Schmuck wie massives Gold rechnen.
Wissen, was Ihr Gold wert ist.
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