
Fast jedes Schmuckstück aus Gold trägt einen winzigen Stempel – die Punze. Sie gibt an, wie viel reines Gold in der Legierung steckt, gemessen in Tausendsteln.
Die wichtigsten Feingehalte
- 333 (8 Karat): 33,3 % Gold. Häufig bei günstigem Schmuck, vor allem aus Deutschland.
- 375 (9 Karat): 37,5 % Gold. Typisch für britischen Schmuck.
- 585 (14 Karat): 58,5 % Gold. Der Klassiker in Österreich, etwa bei Eheringen und Ketten.
- 750 (18 Karat): 75 % Gold. Hochwertiger Schmuck, sattere Farbe.
- 900 und 916: Viele historische Goldmünzen bestehen aus 900er Gold, Krügerrand und Sovereign aus 916er.
- 999 / 999,9: Feingold, etwa bei Barren und Philharmonikern.
Alte österreichische Punzen
Vor 1922 wurde in Österreich-Ungarn mit Tierköpfen und Zahlen gepunzt, zum Beispiel einem Gämsenkopf. Auch die Angabe in Karat oder in Lot ist bei älteren Stücken üblich. Solche Stempel sind kein Problem – wir bestimmen den Feingehalt im Zweifel mit Prüfgeräten.
Keine Punze sichtbar?
Bei Ketten sitzt die Punze oft am Verschluss, bei Ringen innen, bei Ohrringen am Stecker. Ist sie abgenutzt oder fehlt, heißt das nicht, dass das Stück unecht ist. Mit Säureprobe oder Röntgenfluoreszenz lässt sich der Goldgehalt in Sekunden bestimmen – bei uns kostenlos.
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